Ich saß in einem Meeting, in dem alle mitentscheiden sollten. Es wurde diskutiert, abgewogen, Argumente wurden gesammelt. Nur: Die Entscheidung stand schon vorher fest.
Das merkt jeder im Raum. Vielleicht nicht in der ersten Minute. Aber spätestens dann, wenn Ideen freundlich zur Kenntnis genommen werden und keine davon ankommt.
Das Problem ist nicht die Entscheidung. Führung darf entscheiden. Das Problem ist das Theater drumherum. Es kostet Zeit und Vertrauen. Beim nächsten Mal sagt niemand mehr ehrlich, was er denkt.
Dabei ist die Lösung einfach. Vorher klar sagen, worum es geht. Soll das Team entscheiden? Soll es beraten? Oder wird eine Entscheidung erklärt? Alle drei sind in Ordnung, solange alle wissen, welches davon gilt.
Wenn Teams ihre Meetings so klar regeln, steigt die Zufriedenheit. Nicht, weil jeder alles mitentscheidet. Sondern weil niemand mehr seine Zeit in einer Inszenierung verbringt.
Zum Weiterdenken: War in Deinem letzten Meeting allen klar, ob entschieden, beraten oder informiert wird?